Noah Hess strebt bei den WorldSkills in Shanghai die Goldmedaille an
Vom 22. bis 27. September 2026 treten die besten jungen Fachleute aus aller Welt in Shanghai bei den WorldSkills gegeneinander an. Zu den 42 Schweizer Kandidatinnen und Kandidaten gehört auch Noah Hess, der amtierende Schweizer Vizemeister im Fliesenlegen. Der 22-jährige Fachmann aus Goldau bereitet sich seit neun Monaten gemeinsam mit seinem Fachausbilder Davide Donati vor – mit einem einzigen Ziel vor Augen: die Goldmedaille.
Ein Werdegang, der Respekt einflößt
Für Noah Hess ist das Fliesenlegen weit mehr als nur ein Beruf: „Ich liebe die Abwechslung in meiner Arbeit und vor allem die Zufriedenheit, meine Kundinnen und Kunden mit dem, was ich schaffe, glücklich zu machen. Die WorldSkills sind eine einmalige Gelegenheit, zu zeigen, was ich kann, und diese Herausforderung nehme ich gerne an.“
Diesen Weg hat er Schritt für Schritt aufgebaut. Im Jahr 2025 belegte er dank seiner Präzision und seiner Ausdauer den zweiten Platz an den SwissSkills, bevor er sich bei den internen Ausscheidungen gegen den amtierenden Schweizer Meister Tobias Liechti durchsetzte. Zudem hat er die Schweiz bereits zweimal am europäischen Mannschaftswettbewerb PCI-Alpencup vertreten.
Heute absolviert er parallel zu seiner Tätigkeit bei der Zinsli Plattenbeläge AG in Brunnen (SZ) ein monatliches Training in den Schulungsräumen von Ceruniq im Bildungspark Dagmersellen, wobei die Übungen an früheren Aufgaben der WorldSkills und EuroSkills angelehnt sind. Ergänzt wird dieses Programm durch Mentaltraining und Mediatrainings mit der SwissSkills-Nationalmannschaft, um gelassen in den Wettbewerb zu gehen.
Die Zielgerade
Wenige Wochen vor dem Start fasst Noah Hess seine Situation in drei Worten zusammen: „Stressig, anstrengend, aber auch motivierend. Es ist schön, endlich die Ziellinie vor Augen zu haben und zu erkennen, was mir diese neun Monate der Vorbereitung alles gebracht haben.“
Der Weg war nicht ohne Hindernisse. Er erinnert sich an ein besonders hartes Training, bei dem die Bewertung seiner Leistung weit hinter seinen Erwartungen zurückblieb: „Letztendlich ist es gut, einen Rückschlag zu erleben und zu sehen, dass nicht immer alles perfekt läuft. Mir ist es lieber, wenn das im Training passiert als im Wettbewerb.“ Eine Erfahrung, durch die er auch seine eigenen Grenzen besser kennengelernt hat: „Ich habe herausgefunden, wie weit meine Geduld reicht – und sie ist noch nicht erschöpft!“
An junge Fachleute, die zögern, an einem Berufswettbewerb teilzunehmen, richtet er eine klare Botschaft: „Wenn sich die Gelegenheit bietet, greift zu. Man macht dort intensive Erfahrungen, trifft tolle Menschen, und das kann sich für die Zukunft nur positiv auswirken, egal ob man gewinnt oder nicht. Aber das Wichtigste ist wirklich, was es einem persönlich bringt.“
Was die Ausrüstung angeht, wird die Auswahl knapp sein: ein paar Handwerkzeuge, ein Maßband, ein Bleistift. Eines wird jedoch in seinem Gepäck nicht fehlen: das Glücksbringer, das ihm seine Freundin geschenkt hat und das ihn während der vier Wettkampftage auf seiner Werkbank begleiten wird.
Der Fédération Romande du Carrelage schließt sich Ceruniq an, um Noah Hess viel Erfolg in Shanghai zu wünschen und ihm bei diesem Abenteuer seine volle Unterstützung zuzusichern.
La Fédération Romande du Carrelage